SoftProject bringt neue Version der X4 Suite auf den Markt

Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen

Mit dem Release 6.0 der Digitalisierungsplattform X4 Suite veröffentlicht der Ettlinger Software-Spezialist SoftProject GmbH neue Produktkomponenten für eine einfachere und umfassendere Automatisierung von Geschäftsprozessen. Den Kern bildet der Low-Code-Ansatz, der auf grafisches Modellieren statt Programmieren von ausführbaren Prozessen setzt. Durch den All-in-One-Ansatz können alle Aufgaben mit einer Plattform gelöst werden, beispielsweise Cloud-, Big-Data-, oder IoT-Lösungen.
„Die neue X4 Suite Version 6.0 ist noch präziser und flexibler und zeigt, dass wir als Vorreiter mit intelligenten Produkten und Lösungen den stetig steigenden Digitalisierungs¬anforderungen nicht nur gerecht werden, sondern dem Markt immer einen Schritt voraus sind“, sagt Dirk Detmer, Geschäftsführer und Gründer der SoftProject GmbH. Die neu entwickelten Features der Digitalisierungsplattform X4 Suite beruhen auf fundierten Bedarfsanalysen, Praxiserfahrungen und Kundenwünschen.

Ohne Programmierkenntnisse eigene Web-Anwendungen erstellen

Mit X4 Activities Web Apps können Mitarbeiter, die nicht über HTML-, CSS-, oder JavaScript-Kenntnisse verfügen, eigene Web-Anwendungen erstellen. Unternehmen sparen sich dadurch die Anstellung oder Bezahlung eines IT-Experten. Mögliche Einsatzgebiete sind Bestellformulare, Auftragsmanagement, Personal-, Termin- oder Urlaubsverwaltung, Zeiterfassungen, beliebige Statussysteme oder auch Web-Shops. Die Oberfläche lässt sich individuell gestalten – beispielsweise im jeweiligen Corporate Design –, die responsive Darstellung funktioniert „out of the box“ und die Web-Anwendungen sind mit allen gängigen Desktop-Browsern und mobilen Plattformen kompatibel.

Geschäftsprozesse ohne Programmieren modellieren und ausführen

Mit dem Feature X4 Case Management können Business-Analysten, Prozessverantwortliche und Consultants in Echtzeit Geschäftsprozesse inklusive Logiken entwerfen, grafisch modellieren und ausführen – alles ohne Programmieren. Die Basis bilden frei wählbare Zeichenelemente und vorgefertigte Bausteine für Aktivitäten, mit denen beliebige Prozesse realisiert werden können. Der Aktivitätsbaustein „Human Task“ ermöglicht es Menschen in die Prozesse einzubeziehen, Rollen und Aufgaben zu vergeben, Regeln festzulegen sowie Eingaben weiterzuverarbeiten.

Mit X4 BPM Rules logische Entscheidungen automatisieren

Den Kern der neuen Produktkomponente X4 BPM Rules bilden voll funktionsfähige Entscheidungsbausteine sowie dazugehörige Entscheidungstabellen, die ohne die Hilfe eines Technikers definiert und bearbeitet werden können. Das erlaubt Mitarbeitern nur durch fachliche Regeln Geschäftsprozesse zu steuern. Einsatzbeispiele von automatisierten Entscheidungen sind individuelle oder allgemeine Unternehmensabläufe, wie eine elektronische Rechnungsprüfung, Bestellvorgänge oder eine digitalisierte Urlaubsfreigabe.

X4 Adapter garantieren höchste Konnektivität

Mit dem X4 Adapter Development Kit (ADK) können Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse Adapter selbst entwickeln und bereitstellen. Für einen voll funktionsfähigen Adapter müssen lediglich die gewünschte Logik modelliert und die Schnittstellen und Parameter definiert werden. Neben der „Adapter-Eigenentwicklung“ erweitert SoftProject mit dem Release 6.0 den Bestand der vorhandenen Adapter um über 30 weitere. Darunter sind der „Amazon S3 Simple Storage Connector“, der „Amazon SimpleDB Connector“, der „Google Cloud Storage Objects Connector“ sowie ein “Microsoft Azure Table Storage“. Diese unterstützen Unternehmen bei der Persistierung und Weiterverarbeitung ihrer Daten in der Cloud.


SoftProject präsentiert neuen Web-Auftritt

Webseiten-Relaunch

Das auf Automatisierung von Geschäftsprozessen spezialisierte Software-Haus SoftProject aus Ettlingen zeigt sich seinen Kunden, Partnern und Interessenten in einem neuen Gewand. Neu ist im Web-Auftritt neben dem überarbeiteten Design der direkte Weg zur gewünschten Kontaktperson über individuelle Kontaktformulare, ein Pressebereich für Journalisten und „Call-to-Action-Buttons“ über die sich Interessenten weiterführende Informationen herunterladen oder eine Testversion der Digitalisierungsplattform X4 Suite anfordern können.

„Über 80 Prozent aller Internetnutzer, wie potenzielle Kunden aber auch Bewerber, verschaffen sich über die Webseite einen ersten Eindruck über das Unternehmen, dessen Produkte, Services oder Karrieremöglichkeiten“, so Dirk Detmer, Geschäftsführer und Gründer der SoftProject GmbH. „Wir sind in den letzten Jahren stark gewachsen, haben uns dynamisch entwickelt. Entsprechend haben wir unseren Web-Auftritt an unsere Qualitätsstandards angepasst.“

Kompakter Inhalt und intuitive Nutzerführung

Aufgrund einer stark reduzierten Seitenanzahl gelangen Nutzer schnell zu den gewünschten, an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepassten Informationen. Inhaltlich stehen im Web-Auftritt die Low-Code-Plattform X4 Suite, das Leistungs-, Service- und Produktangebot, Neuigkeiten rund um Digitalisierungs- und Trend-Themen wie Big Data, Cloud, Künstliche Intelligenz (KI) und Internet of Things (IoT) im Fokus. Anwenderberichte zeigen den Einsatz der X4 Suite in der Praxis und in verschiedenen Branchen. Neuigkeiten aus dem Unternehmen und Fotos der Mitarbeiter zeigen, was das Unternehmen bewegt und wer dahintersteht.

Die Farbwelt des aufgeräumten Designs und die Unternehmensfarben wurde leicht aufgefrischt. Gegenwärtig wird zusätzlich zur deutschen Website eine englische Version erstellt, die in Kürze online geht.


Starke Präsenz der X4 Suite auf der Hannover Messe 2019

X4 Suite: Treiber der digitalen Transformation

Auf drei verschiedenen Ständen präsentieren SoftProject und die IoTOS GmbH die Einsatzfelder der X4 Suite als Digitalisierungs- und IoT-Plattform. Die gezeigten Showcases und Industrielösungen umfassen unter anderem Industrial Track & Trace über eine digitale Produktionsplattform, eine Portallösung für nachhaltiges Wassermanagement von Abwasser- und Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Seen, Flüssen sowie Küstenregionen als auch eine KI-Edge-Cloud für echtzeitfähige Private-5G-Predictive-Maintenance-Anwendungen, die ungeplante Stillstandszeiten in der Produktion vermeidet.

„Bei den Showcases dient die X4 Suite als Integrationsservice und Low-Code-Entwicklungsplattform der IoTOS Suite. Auf dieser können Unternehmen und Partner aller Branchen eigene Digitalisierungsprojekte umsetzen, Automatisierungs¬lösungen entwickeln oder auf vorkonfektionierte Lösungen zurückgreifen“, sagt Steffen Rattke, Verantwortlicher für die Bereiche Industrie 4.0 und IoT bei SoftProject.

Der ganzheitliche Ansatz des Ettlinger Software-Unternehmens beruht auf nahtlos zusammenarbeitenden Werkzeugen zur Prozessdigitalisierung, Vernetzung und für workflowbasierte Web-Anwendungen. Die X4 Suite lässt sich auf nahezu allen Zielplattformen einsetzen: auf dem Raspberry Pi, im Docker-Container oder in komplexen Server-Clustern, On Premises oder als Container as a Service (CaaS) in beliebigen Hybrid-Cloud-Szenarien.

Die X4 Suite auf drei verschiedenen Messeständen kennenlernen

Halle 5 / Stand D16: Einen umfassenden Überblick über die IoT-Digitalisierungsplattform X4 Suite sowie „Live-Einsichten“ in das Produkt bietet die SoftProject GmbH am eigenen Stand. Anmeldungen zu einem persönlichen Gesprächstermin sind möglich unter: https://www.softproject.de/aktuelles/hannover-messe.html

Halle 7 / Stand D26: Die IoTOS GmbH präsentiert auf dem Stand der Smart Electronic Factory e. V. einen Showcase entlang eines horizontalen integrierten Wertschöpfungsnetzwerks, wie der Industrial-Track & Trace-Service der IoTOS Suite (powered by X4) near-real-time Daten steuert, verarbeitet und für die weitere Nutzung, beispielsweise für Industrial-Analytics-Anwendungen oder Supply-Chain-übergreifende Track & Trace-Analysen im richtigen Format zur Verfügung stellt.

Halle 6 / Stand F46: Auf dem Messestand der Amazon Web Services Germany GmbH wird von einem Konsortium gemeinsam mit der SoftProject und der IoTOS GmbH eine Water-Quality-Portallösung vorgestellt, die über das M2M-Nachrichtenprotokoll MQTT und ein IoT-Gateway Daten aus verschiedenen Abwasser-/Trinkwasser¬aufbereitungsanlagen sammelt und aufbereitet. Die Integration der Sensordaten in die IoTOS Suite wurde mit Unterstützung der X4 Suite umgesetzt.

Alle angeführten Messestände sind Stationen des X4 Suite-Messerundgangs „Integrated Industry – Connect & Collaborate – Neue Potentiale und Chancen!“, zu dem die SoftProject GmbH und die IoTOS GmbH einladen.

Die Hannover Messe findet unter dem Leitthema „Integrated Industry – Industrial Intelligence“ vom 01. bis 05. April 2019 statt: https://www.hannovermesse.de


Jetzt anmelden: Best Practice-Seminarwoche im März 2019!

Neben den bisherigen Weiterbildungsformaten Präsenzschulungen und kostenfreie Webinare erweitert das hauseigene Kompetenzzentrum der Softproject GmbH sein Weiterbildungsangebot um zweistündiger Online-Seminare. Den Auftakt bildet eine Best-Practice-Seminarwoche vom 25. bis 28. März 2019. Die Zielgruppe sind Anwender, die bereits mit der Digitalisierungsplattform X4 Suite arbeiten und die ihr Wissen in konkreten Bereichen kompakt in kurzer Zeit vertiefen möchten. Je nach Bedarf können sie aus einem Pool von branchenneutralen und branchenspezifischen Themen ihr persönliches Programm zusammenstellen.

„Wir freuen uns, mit den modularen Seminareinheiten die Wünsche unserer Kunden im neuen Angebot zu vereinen: Online bereitgestellt, mit Experten für einzelne Teilbereiche, zeitlich kompakt in Zwei-Stunden-Blöcken, flexibel und individuell zusammenstellbar“, sagt Markus Scheurer, Leiter der SoftProject Akademie. Inhalte, Grafiken und eine eigene Dokumentation zu jeder Session sowie bereitgestellte technische Beispiele, z. B. funktionsfähige Prozess-Bibliotheken, sorgen dafür, dass die Teilnehmer das Erlernte auch über das Seminar hinaus jederzeit nachvollziehen, weitergeben und anwenden können.

Die SoftProject-Akademie bietet Best Practice-Seminarwochen, jeweils angepasst an die aktuellen Anforderungen der Kunden, halbjährlich an. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der gebuchten Seminare: 250,00 Euro pro Einzelmodul, 1.000,00 Euro für 5 Module und 1.800,00 Euro für 10 Module. Die SoftProject Akademie nutzt für ihre Online-Seminare und Webinare „Microsoft Skype for Business“. Alles, was die Teilnehmer darüber hinaus benötigen, ist ein Headset mit Mikrofon und Audiowiedergabe.

Vorteile auf einen Blick:

  • Training on Demand: Ohne logistischen Aufwand maßgeschneiderte Trainings besuchen
  • Inhalte kurz und bündig in 2 Stunden dargestellt
  • Dokumentation, Grafiken und Beispiele zur Illustration
  • Individuell zusammenstellbar

Übersicht aller Seminare der Aktionswoche:

25.03.2019:

  • X4 ESB – Big Data
  • X4 ESB – Conventions
  • X4 ESB – Polling & Eventhandler
  • X4 ESB – Transferoptimization

26.03.2019:

  • X4 ESB – Extended Parametrizing
  • X4 ESB – Extended Start Strategies
  • X4 ESB – Testingpatterns
  • X4 ESB – Webservice Design

27.03.2019:

  • X4 Architecture – Cluster
  • X4 Architecture – High Availability
  • X4 Security – Admin
  • X4 Security – Application Developers

28.03.2019:

  • X4 Extended XML/XSLT Knowledge
  • X4 Adapter Development
  • X4 Code Management

Auf zu neuen Wissensfeldern:

Standards

  • Welche Standards habe sich in der X4-Welt etabliert? Wie kann mir das direkt weiterhelfen?

Anwendungsentwicklung

  • Wie kann ich Datenübertragungen besser und effizienter gestalten?
  • Was muss ich bei impulsgesteuerten Prozessen beachten?
  • Welche Modelle bieten mir eine Testbarkeit von X4-Prozessen?
  • Welche Prozessstartstrategien haben sich bewährt?
  • Welche Parametrierungsstategien haben sich bewährt?

 Webservices

  • Webservice-Design: Welche Möglichkeiten habe ich? Was muss ich beachten?

Sicherheit

  • Was muss ich tun, um den Application Server sicher zu betreiben?
  • Was muss ich bei der Anwendungsentwicklung beachten, damit Angriffsvektoren möglichst minimiert werden?

 Architektur

  • Wie baue ich einen X4 Cluster auf? Welche Strategien haben sich bewährt?
  • Wie sorge ich in meinem Betrieb für größtmögliche Verfügbarkeit?

 DevOps

  • Wie kann ich meine Prozesse im Team verwalten, versionieren und deployen?
  • Wie kann ich meine eigenen Ideen für Adapter selbst umsetzen? Was muss ich dabei beachten?

 Datenverarbeitung

  • Wie kann ich Effizienz und Effektivität meiner XML-Verarbeitung weiter steigern?
  • Wie kann ich große Datenmengen effizient verarbeiten?


Exklusives Preview: X4 Suite Release 6.0 "X4 BPM Rules"

X4 BPM Rules: Überlassen Sie Logik-Entscheidungen nicht dem Zufall! Im März 2019 veröffentlicht SoftProject die Version 6.0 seiner Digitalisierungsplattform X4 Suite. Mit dieser lassen sich Geschäftsprozesse nicht nur auf einer grafischen Oberfläche modellieren, sondern sie lassen sich auch komplett ohne Programmieren ausführen. Das bedeutet, dass auch Nicht-IT-Experten und Prozessverantwortliche Geschäftsprozesse automatisieren können. Sie können in X4 BPM Rules mit dem Rule-Baustein Entscheidungstabellen in BPMN modellierte Geschäftsprozesse einfügen,Regeln für Entscheidungen festlegen, die Ergebnisse automatisiert prüfen und den Weiterverarbeitungsprozess steuern – ohne die Unterstützung eines Technikers.

Für Business-Analysten, Prozessverantwortliche oder Consultants ist beim Designen von Prozessen entscheidend, dass diese entsprechenden fachlichen Anforderungen genügen und effizient, reibungslos und zielführend verlaufen. Technische Details, wie der Aufbau eines Adapters oder die Funktionsweise eine Schnittstelle zu einem Dienstleister, sind für sie irrelevant. Die Umsetzung sämtlicher automatisierter Vorgehen ist im Allgemeinen die Aufgabe der Techniker und Software-Entwickler.

Damit Geschäftsprozesse auch ohne die Unterstützung von Software-Entwicklern modelliert werden können, bietet SoftProject mit dem Regelbaustein X4 BPM Rules eine Neuheit, die Unternehmen dabei hilft, kostensparend und effizient zu arbeiten. X4 BPM Rules erfüllt den von der Object Management Group (OMG) definierten offiziellen Notationsstandard für Entscheidungsregeln im Geschäftsprozess-Management „Decision Model and Notation“ (DMN). Dieser Standard bestimmt, wie Organisationen sich wiederholende Entscheidungen beschreiben sollten und bietet eine einfache Möglichkeit für effizientes Modellieren. Eine einheitliche und verständliche Basis erlaubt es internen wie externen Nutzern effektiv bei der Entscheidungsmodellierung zusammenzuarbeiten.

Entscheidungstabellen erstellen

Zentrales Element der X4 BPM Rules sind Entscheidungstabellen, die sich mit dem X4 BPM Rule-Baustein in Geschäftsprozesse einfügen lassen. In diesem Baustein können Regeln für Entscheidungen festgelegt, automatisch geprüft und das Ergebnis für die Weiterverarbeitung im Geschäftsprozess zurückzugeben werden. Ist im X4 Designer ein BPMN-Prozess geöffnet, lässt sich der Regelbaustein  per Drag and Drop auf die grafische Oberfläche ziehen und in einen Prozess integrieren. Mit einem Klick öffnet sich die Entscheidungstabelle im DMN Decision Table Editor. Die Tabelle lässt sich wie in geläufigen Tabellenkalkulationsprogrammen bearbeiten.

Abb. 1: DMN Decision Table Editor

Im DMN Decision Table Editor stehen übersichtlich dargestellte Funktionen bereit, um die Tabelle zu bearbeiten. Jeder ist im Sinne der Nutzerführung eine eigene Spalte, Zeile oder Zelle zugewiesen. Die Tabelle kann beliebig angepasst werden: Spalten oder Zeilen hinzufügen, Zeilen nach oben oder unten verschieben, die Reihenfolge der Regeln ändern oder Anmerkungen eingeben–alles per Drag & Drop und über die Auswahl der Bedienelemente.

Regeln „business-friendly“ automatisieren

Die Entscheidungstabellen verfügen über eine standardisierte Notation zur regelbasierten Entscheidungsmodellierung und eine standardisierte Ausdruckssprache, die sogenannte Simple Friendly Enough Expression Language (S-FEEL). Damit lässt sich die Entscheidungslogik in natürlicher Sprache „business-friendly“ beschreiben. Gleichzeitig erlaubt sie als formale Auszeichnungssprache mit festgelegter Semantik, Grammatik und definierten Regeln die Interpretation und das Ausführen von Werten und kann Zeichenketten, Zahlen, einfache arithmetische Operationen und simple Vergleichsprüfungen interpretieren. So lassen sich über die Sprache Entscheidungen automatisieren.

Beispiel: Rechnungsprüfung und -freigabe automatisieren

Wenn eine Entscheidungstabelle angelegt wird, müssen zunächst die Merkmale und Fachdaten definiert werden. Am Beispiel eines Prozesses zur elektronischen Rechnungsprüfung sind das z. B. die Rechnungssumme, die Währung oder Informationen zu Rabattierungen. Auf der Basis dieser Merkmale lassen sich Regeln erstellen, die bestimmen, was im weiteren Prozessverlauf mit der eingegangenen Rechnung passieren soll. Sämtliche Rechnungsformate, wie PDF, Word usw. können mit Features der X4 Suite beliebig umgewandelt und angepasst werden. Die Steuerung und Entscheidung, auf welche Art und Weise die Rechnung beispielsweise bei einer Prozess-Verzweigungen weiterverarbeitet werden soll, übernimmt der Bedingungs-Editor. Diese hinter der Tabelle liegende Engine prüft auf die Merkmale, ordnet diese zu und trifft automatisch die in der Regel definierte Entscheidung. Die Rechnung wird auf dem korrekten Weg verarbeitet.

Abb. 2: Vergleichsoperatoren

Regeln in Entscheidungstabellen definieren

Um das Prinzip zu veranschaulichen, sind hier einfache Beispiele von hilfreichen Regeln innerhalb eines Rechnungsfreigabeprozesses aufgeführt.:

  • Eingehende Rechnungen mit einem Betrag von bis zu 100 Euro werden automatisch freigegeben. Eine manuelle Freigabe ist nicht notwendig.
  • Ist der Rechnungsbetrag 150 Euro, ist aber aufgrund von Sonderkonditionen auf 80 Euro rabattiert, wird die Rechnung ebenfalls automatisch freigegeben, da die Summe unter 100 Euro liegt. (vgl. Regel 1)
  • Anders verhält es sich bei einem höheren Rechnungsbetrag, z. B. von 5.000 Euro. Hier wurde eine Variable definiert, die besagt, dass ein Sachbearbeiter die Rechnung prüfen und manuell freigeben muss. In diesem Fall wird die Rechnung automatisch einem Sachbearbeiter zugewiesen. Es ist auch möglich, die Rechnung einer ganzen Gruppe zuzuweisen, sodass eine Person, die aktuell Kapazitäten hat, die Freigabe übernehmen kann.

Abb. 3: Beispiel eines automatisierten Freigabeprozesses

Nach diesem Muster lassen sich beliebig viele Regeln definieren. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass Rechnungen mit einem Gesamtbetrag von über 10.000 Euro von einem Abteilungsleiter freigegeben werden müssen, oder die Freigabe von Rechnungen, die in einer fremden Währung oder Sprache vorliegen, unabhängig vom Betrag durch die Geschäftsleitung erfolgt. Die definierten Regeln können sortiert und priorisiert werden.  Für den Fall, dass eine bestimmte Regel nicht für eine Rechnung zutrifft, kann festgelegt werden, dass die Rechnung automatisch an eine nächste Regel weitergeleitet wird. Mehrere Regelbausteine können miteinander verknüpft werden, um auch sehr komplexe Regelwerke einfach und übersichtlich abbilden zu können.

Automatisiert gesteuerte Zusammenarbeit fördert die Effizienz 

Für weiterführende Beschreibungen wie Stichworte oder Begriffserklärungen lassen sich in X4 BPM Rules freie Anmerkungen zu den jeweiligen Regeln hinzufügen und hinterlegen. Diese sog. Annotations dienen lediglich der Verständlichkeit und werden technisch nicht ausgewertet. Über das integrierte Monitoring Tool lässt sich der Fachstatus in Echtzeit prüfen und es kann beispielsweise nachvollzogen werden, in welchem Prozessschritt sich die Rechnung gerade befindet, von wem sie bearbeitet, abgelehnt oder weitergeleitet wurde.

X4 BPM Rules: Ein Tool für alle Fälle

Mit dem X4 BPM Rule-Baustein und den Entscheidungstabellen kann ein Business-Analyst, ein Prozessverantwortlicher oder ein Consultant automatische Entscheidungen festlegen und zwar ohne die Hilfe eines Technikers oder Programmierers. Die Einsatzbereiche der X4 BPM Rules sind nahezu unbegrenzt, und umfassen sämtliche Logikentscheidungen egal in welcher Hierarchieebene, Abteilung oder Branche. Weitere Beispiele für den Einsatz sind Bestellvorgänge und sämtliche Freigabeprozesse, wie die Urlaubsfreigabe. Über X4 BPM Rules lässt sich automatisieren, ob etwa, um beim Beispiel zu bleiben, der beantragte Urlaub noch verfügbar ist und der Mitarbeiter noch freie Tage nehmen kann, ob zu dieser Zeit ein Stellvertreter benannt werden muss und dass der Mitarbeiter eine Bestätigung per E-Mail bekommt, wenn sein Urlaub genehmigt wurde. Das alles lässt sich ganz einfach über die Entscheidungstabellen lösen. Im Gegensatz zu marktüblichen Lösungen, bei denen Business-Analysten, Prozessverantwortliche und Consultants Prozesse lediglich zeichnen können und Entscheidungstabellen nach wie vor programmiert werden müssen, lassen sie sich in X4 BPM Rules auch ausführen – ohne die Unterstützung eines Technikers oder Software-Entwicklers.

FAZIT:

Mit den BPM Rules können auch Nicht-IT-Experten alle Prozessschritte mit den beteiligten Rollen abstimmen und Schnittstellen, Kommunikationswege sowie fachliche Regeln eines Prozesses definieren. Diese direkte und einfache Modellierung von Logiken und Entscheidungen in Geschäftsprozessen ohne technische Unterstützung und ohne Programmieren spart Unternehmen Zeit und Geld. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Nachvollziehbare und überprüfbare Steuerung von Geschäftsprozessen in sämtlichen BPM-Prozessen – DMN standardkonform.
  • Modellierung von Geschäftsregeln durch die Fachbereiche – ohne Unterstützung eines Technikers oder Software-Entwicklers
  • Abbildung mittels Entscheidungstabellen in DMN
  • Festlegen von frei definierbaren Regeln
  • Automatisierte Prüfung von Datenströmen oder Dokumenten
  • Notationsstandard zur regelbasierten Entscheidungsmodellierung mittels Simple Friendly Enough Expression Language (S-FEEL)


X4 BPM Rules: Entscheidungen nicht dem Zufall überlassen

Der Ettlinger Digitalisierungsspezialist SoftProject bringt im März 2019 die Version 6.0 seines Kernprodukts X4 Suite auf den Markt. Bis zum Release wird das Unternehmen jede Woche ausgewählte neue Features der Digitalisierungsplattform vorstellen. Die zweite Neuheit nach dem bereits vorgestellten X4 Case Management sind die X4 BPM Rules. Mit dieser Produktkomponente, die den neuen DMN-Standard unterstützt, können Business-Analysten, Prozessverantwortliche, Consultants oder Mitarbeiter aus Fachabteilungen durch fachliche Regeln und automatische Entscheidungen ohne Programmieren Geschäftsprozesse steuern. Das alles funktioniert auf einer grafischen Oberfläche mithilfe von vordefinierten Prozessbausteinen.

Zentrales Element der X4 BPM Rules sind Entscheidungstabellen, die der Prozessverantwortliche direkt definieren und bearbeiten kann – ohne die Unterstützung eines Technikers oder Software-Entwicklers. Darin lassen sich Regeln und Logiken für Entscheidungen festlegen, diese automatisch prüfen und das Ergebnis zur Weiterverarbeitung in den Geschäftsprozess zurückgeben. Die Produktkomponente X4 BPM Rules lässt sich für individuelle und allgemeine Unternehmensabläufe wie Bestellvorgänge oder Freigabeprozesse, wie beispielsweise eine digitalisierte Urlaubsfreigabe, nutzen. Die Entscheidungsgrundlage bilden die in der Tabelle eingegebenen und frei wählbaren Merkmale und Fachdaten; bei einer elektronischen Rechnungsprüfung beispielsweise die Rechnungssumme oder die Währung. Auf der Basis der im Bedingungs-Editor festgelegten Regeln wird automatisch die Entscheidung getroffen, wie die Rechnung im Geschäftsprozess weiterverarbeitet wird.

Auch als Nicht-Techniker Entscheidungsregeln festlegen

Die voll funktionsfähigen Entscheidungsbausteine lassen sich per Drag & Drop aus der Palette mit Zeichnungselementen auf die grafische Oberfläche ziehen und an der gewünschten Stelle in den Geschäftsprozess integrieren. Die Bausteine sind flexibel, Anmerkungen wie weiterführende Beschreibungen oder Begriffserklärungen können jederzeit hinzugefügt werden. Die Nutzerfreundlichkeit von X4 BPM Rules wird durch die sogenannte Simple Friendly Enough Expression Language (S-FEEL) noch deutlich erhöht. Mit dieser Ausdruckssprache lassen sich Entscheidungslogiken in natürlicher Sprache „business friendly“ beschreiben. Darüber hinaus erfüllt X4 BPM Rules den von der Object Management Group (OMG) definierten offiziellen Notationsstandard „Decision Model and Notation“ (DMN) für Entscheidungsregeln im Geschäftsprozess-Management. Dieser Standard bestimmt, wie Organisationen sich wiederholende Entscheidungen beschreiben sollten und bietet eine einfache Möglichkeit für effizientes Modellieren.

Beispiel: Freigabeprozess automatisiert steuern – ohne Programmieren

Am Beispiel eines Freigabeprozesses im Rahmen einer elektronischen Rechnungsprüfung wird der Nutzen von X4 BPM Rules deutlich. Eine hilfreiche Entscheidungsregel ist, dass Rechnungen abhängig vom Rechnungsbetrag automatisiert freigegeben werden. Mit X4 BPM Rules kann ganz einfach definiert werden, dass Rechnungen unterhalb von 100 Euro automatisch freigegeben werden, Rechnungen zwischen 100 und 5.000 Euro dagegen an einen Sachbearbeiter weitergeleitet werden. Übersteigt der Rechnungsbetrag 5.000 Euro, dann wird die Rechnung an einen Abteilungsleiter weitergeleitet, der in diesem Fall für die Freigabe verantwortlich ist. Ein anderes Beispiel ist die automatisierte Zuweisung an die für die Freigabe zuständige Abteilung je nach Lieferanten.

Über das integrierte Monitoring-Tool lässt sich in Echtzeit der Fachstatus prüfen- Der Prozessverantwortliche kann zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen, in welchem Prozessschritt sich die Rechnung befindet, von wem sie bearbeitet, abgelehnt oder weitergeleitet wurde. Die gesamte Historie wird transparent und nachvollziehbar dokumentiert und gespeichert.


SoftProject lanciert neue Best Practice-Seminarwoche

Der Automatisierungsspezialist SoftProject startet vom 25. bis 28. März 2019 eine Best Practice-Seminarwoche rund um die Digitalisierungsplattform X4 Suite. Mit den zweistündigen Online-Seminaren erweitert das hauseigene Kompetenzzentrum seine bisherigen Weiterbildungsformate Präsenzschulung und kostenfreies Webinar um eine weitere Kategorie. Im Fokus stehen neben interaktivem Austausch konkrete Praxisbeispiele zu verschiedenen Wissensfeldern wie Webservices, etablierte Standards, Sicherheitsaspekte und Servicearchitekturen. Mit dem neuen Format sollen systematisch Potenziale gehoben werden, damit die Anwender der X4 Suite die Plattform optimal nutzen.

„Wir freuen uns, mit den modularen Seminareinheiten die Wünsche unserer Kunden im neuen Angebot zu vereinen: Online bereitgestellt, mit Experten für einzelne Teilbereiche, zeitlich kompakt in Zwei-Stunden-Blöcken, flexibel und individuell zusammenstellbar“, sagt Markus Scheurer, Leiter der SoftProject Akademie. „Die Teilnehmer wählen ihre Wunschthemen einfach aus einem Pool aus – abhängig davon, aus welcher Branche sie kommen und auf welchen Wissensgebieten sie ihre Fähigkeiten vertiefen möchten.“ Illustrierte Inhalte, Grafiken und eine eigene Dokumentation zu jeder Session sowie bereitgestellte technische Beispiele, z. B. funktionsfähige Prozess-Bibliotheken, stellen sicher, dass die Teilnehmer das Erlernte über das Seminar hinaus jederzeit nachvollziehen, anwenden und weitergeben können.

Die X4 Suite kennenlernen: Für Einsteiger und Profis

Die SoftProject Akademie bietet die Best-Practice-Seminarwochen, jeweils angepasst an die aktuellen Markt- und Kundenanforderungen, halbjährlich an. Individualpakete sind ebenfalls möglich. Die Preise richten sich nach der Anzahl der gebuchten Seminare: 250,00 Euro pro Einzelmodul, 1.000,00 Euro für 5 Module und 1.800,00 Euro für 10 Module.

Für Neugierige, die die X4 Suite kennenlernen möchten, aber noch keine SoftProject-Kunden sind, bietet die SoftProject Akademie für jedes Vorwissen offene, kostenfreie, allgemeine und branchenspezifische Webinare. Dazu zählen die Themen „Geschäftsprozesse automatisieren mit der X4 Suite“, „IoT-Plattformen – Treiber der digitalen Transformation“ oder „Automatisierung von Geschäftsprozessen in der Versorgungswirtschaft“.

Die SoftProject Akademie nutzt für ihre Online-Seminare und Webinare „Microsoft Skype for Business“. Alles, was die Teilnehmer darüber hinaus benötigen, ist ein Headset mit Mikrofon und Audiowiedergabe.


Exklusives Preview: X4 Suite Release 6.0 "X4 Case Management"

Im März 2019 veröffentlicht SoftProject die Version 6.0 seines Kernproduktes X4 Suite. Mit der Digitalisierungsplattform lassen sich Geschäftsprozesse nicht nur auf einer grafischen Oberfläche zeichnen, sondern auch modellieren und ausführen. Mit der neuen Komponente X4 Case Management als Teil von X4 BPM, lassen sich direkt in der BPMN-Ebene Vorgänge, Fälle sowie Akten entlang der Geschäftsprozesse abbilden, modellieren und bearbeiten – ganz ohne Programmierung. Das bietet viele Vorteile, so können beispielsweise Business-Analysten, Prozessverantwortliche oder Consultants Fachdaten oder den Fachstatus eines Prozesses jederzeit definieren, zuordnen und bearbeiten oder über ein Monitoring-Tool einsehen. Mit dem neuen BPMN-Activity-Baustein „Human Task“ können Nutzer, wie Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten, mühelos direkt in die Abläufe integriert werden.

Abb. 1: Beispiel von Ansichten eines modellierten Geschäftsprozesses und der Task Management App (Desktop und mobil)

Nach wie vor ist es in Unternehmen üblich, dass Business-Analysten, Prozessverantwortliche oder Consultants selbst entworfene oder gezeichnete Prozessdiagramme an Software-Entwickler übergeben, damit diese sich um die technische Umsetzung oder Automatisierung kümmern. Zwei Welten, die oftmals in Diskussionen um die Machbarkeit scheitern, prallen aufeinander. Mit dem neuen X4 Case Management bietet SoftProject daher jetzt eine Lösung, mit der sich Geschäftsprozesse nicht nur zeichnen, sondern auf einer grafischen Oberfläche modellieren und direkt ausführen lassen – komplett ohne Programmieren. Der Prozessverantwortliche kann beispielsweise direkt im BPMN-Prozess Aufgaben zuweisen und vergeben, über Entscheidungstabellen Regeln zu Aktivitäten definieren, die bestimmte Prozessbeteiligte ausführen sollen. Dazu nutzt er beim Modellieren der Prozesse neben Zeichnungselementen insbesondere vorgefertigte Bausteine für Events und Aktivitäten, bei denen Funktionen hinterlegt sind. Alles konform zum BPMN-Standard.

In der Task Management App, die sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Smartphone funktioniert, kann ein Mitarbeiter eine Aufgabe annehmen, ablehnen oder abbrechen und im Aufgaben-Pool seines Teams einem anderen Mitarbeiter anbieten. Nach der Bearbeitung einer Aufgabe durch einen Mitarbeiter läuft der Prozess weiter.Der mit dem X4 Designer modellierte Prozess ist jederzeit mit dem X4 Server verbunden. Dies stellt sicher, dass die grafisch modellierten Prozesse keine bloßen Zeichnungen bleiben, sondern die dahinterliegenden Funktionen und Aufgaben durch die im Server hinterlegten Funktionalitäten und Programme tatsächlich ausgeführt werden. Alle Prozesse werden zudem automatisch auf dem X4 Server gespeichert und können jederzeit nachvollzogen, verwaltet oder wiederverwendet werden. Das X4 BPM Case Management erlaubt dem Prozessverantwortlichen ein umfassendes Workflow-Management. Von der Definition von Fachdaten und Fachstatus bis hin zur Einbindung von Menschen ist alles ohne Programmierung im grafischen Prozessmodellierungs-Tool X4 Designer möglich. Darüber hinaus sorgt eine integrierte Task Management App für die zentrale Aufgabenverwaltung, die sowohl eine offene Schnittstelle zur Anbindung sämtlicher Systeme und Oberflächen bietet als auch eine optimierte Oberfläche und eine hohe Benutzerfreundlichkeit.

Die Zeichnungspalette ist nun übersichtlicher gestaltet und enthält nur die Elemente, die der Benutzer am häufigsten benötigt. So können Arbeitsabläufe deutlich beschleunigt werden: Ein großer Pluspunkt in Bezug auf die Usability im Release 6.0 der X4 Suite.

Fachdaten direkt im Prozess modellieren

Zu einem Geschäftsvorgang gehört weitaus mehr als ein Start- und Endpunkt und die dazwischenliegenden Aktionen. Er durchläuft einen Lebenszyklus gespickt mit Events, Aufgaben, Aktivitäten, fachlichen Zustände und zeichnet sich durch fachliche Daten und Merkmale aus. In einem Rechnungsprozess sind das beispielsweise die Rechnungsnummer, der Rechnungsbetrag oder die Währung als auch Informationen zum Rechnungssteller, wie die Adresse oder die Umsatzsteuer-ID. Damit die Nutzer die Fachdaten eines Vorgangs einfach zuweisen und bearbeiten können, untergliedert X4 BPM Case Management diese in drei Ebenen: Kategorien, Gruppen und Merkmale. Zur eindeutigen Zuordnung und für die Definition der weiteren Vorgangsart erhält jedes Kategorienelement einen konkreten Namen, eine Position und optional eine detaillierte Beschreibung:

  • Kategorien gruppieren Fachdaten auf höchster Ebene und enthalten Merkmalsgruppen.
  • Gruppen fassen Merkmale von Fachdaten innerhalb einer Kategorie zusammen.
  • Merkmale sind die konkreten Eigenschaften der Vorgangsfachdaten, z. B. ein Auftragsdatum innerhalb einer Merkmalsgruppe. Die Merkmale werden zusätzlich mit einem Datentyp sowie einem optionalen Standardwert versehen.

Abb.2: Fachdateneditor

Neben den Fachdaten kann der Prozess-Designer für ihn relevante Eigenschaften und weiterführende Informationen zu einem Ereignis festhalten. Er kann beschreiben, wie eine Aufgabe auszuführen ist oder beispielsweise in einem Schadenprozess, Details zum Schadenhergang festhalten. Die Konfiguration des Prozesses erfolgt somit ganzheitlich aus einer Quelle. Der Einsatz einer zusätzlichen Datenbank, in die diese Informationen händisch eingegeben werden müssen, entfällt vollständig.

Den fachlichen Status kontrollieren

Zusätzlich zu den Fachdaten beinhaltet ein Geschäftsvorgang einen technischen Status, etwa die Information, ob ein Prozess ausgeführt oder abgebrochen wurde, sowie einen fachlichen Status, beispielsweise inwieweit eine zugewiesene Aufgabe von einem Sachbearbeiter bereits bearbeitet wurde. Um den jeweiligen Status abbilden und überprüfen zu können, werden während der Prozessmodellierung einfach an den gewünschten Stellen im Prozess Komponenten gesetzt, die den jeweiligen Status eines Ereignisses in Echtzeit anzeigen. Am Beispiel eines Rechnungsprozesses können das z. B.  „Rechnung empfangen“, „Rechnung freigeben“ oder „Rechnung ablehnen“ sein.

Im Personalwesen kann es beispielsweise Statusinformationen wie „Urlaub beantragt“ und „Urlaub genehmigt“ geben. Und in der der Logistik- und Versandbranche lässt sich mit diesem Feature kontrollieren, ob eine Bestellung eingegangen, versendet oder bereits zugestellt ist.

Menschen in Prozesse einbeziehen

Sollen Menschen oder Menschengruppen in bestimmte Prozesse einbezogen werden, egal ob Mitarbeiter mit der Task Management Web App oder Kunden mit X4 Activities Web Apps, bedeutet das in der Regel, dass sie für sie bestimmte und individuelle angepasste Aufgaben im Idealfall ohne Programmieren bearbeiten sollen. Hierzu bietet das X4 BPM Case Management einen neuen BPMN-Activity-Baustein „Human Task“. Mit diesem Baustein lassen sich Aufgaben, direkt auf der BPMN-Ebene – also der Oberfläche, auf der die Geschäftsprozesse grafisch modelliert bzw. gezeichnet werden – bestimmten Personen und Gruppen zuweisen. Der Prozess läuft entsprechend des Workflow-Diagramms ab, bis er an der Aufgabe angelangt, die einem Mitarbeiter oder einer Gruppe zugewiesen ist. Nach der Bearbeitung durch einen Mitarbeiter oder Kunden, läuft der Prozess weiter.

Einzelnen Personen können jederzeit unterschiedliche Rechte, z. B. Lese- oder Schreibrechte zugewiesen werden. Auch komplexere Konstruktionen wie spezielle Berechtigungen für einen Abteilungsleiter in Gegensatz zu einem Sachbearbeiter wie das Delegieren von Aufgaben an Kollegen oder Kollegengruppen oder das Festlegen von Deadlines oder Prioritäten können umgesetzt werden.

Abb. 3: Human Task Editor

Je nach zugewiesenen Rechten kann ein Mitarbeiter über eine Web-Anwendung verschiedene Aktionen ausführen und die Aufgabe bearbeiten. Dazu muss er die ihm zugewiesene Aufgabe annehmen und die Task Management App auf seinem Desktop oder seinem Smartphone öffnen. Diese wird bei der Auslieferung der X 4 Suite Version 6.0 kostenfrei und „out of the box“ mitgeliefert. Auf Wunsch kann sie optisch an das Corporate Design eines Unternehmens angepasst und so konfiguriert werden, dass sich mit ihr genau die Aufgaben verwalten lassen, die für den weiteren Prozess vorgesehen sind.

Aufgaben mit der Task Management Web App zentral verwalten

Hat der Mitarbeiter die Aufgabe erledigt, wird das vermerkt und der Prozess läuft automatisch weiter. Dabei ist es unerheblich, wieviel Zeit der Mitarbeiter für die Bearbeitung der Aufgaben benötigt – es sei denn, es wurde bewusst eine Deadline gesetzt – denn der Prozess läuft erst dann wie modelliert weiter, wenn die jeweilige Aufgabe beendet wurde.

Für das Bearbeiten einer Aufgabe, beispielsweise das Freigeben einer Rechnung nach bestimmten Kriterien wie einer bestimmten Summe, steht im neuen X4 Case Management der in der Komponente X4 BPM Rules enthaltene X4 BPM Reglbaustein zur Verfügung. Mit diesem können mithilfe von DMN-Entscheidungstabellen Fachentscheidungen modelliert werden. So wird sichergestellt, dass automatisierten Bearbeitung der Aufgaben korrekt abläuft. Die gesamte Komponente X4 BPM Rules erfüllt den offiziellen Notationsstandard für Entscheidungsregeln im Geschäftsprozess-Management „Decision Model and Notation“ (DMN). Dieser Standard wurde von der Object Management Group (OMG) definiert und legt fest, wie Organisationen sich wiederholende Entscheidungen beschreiben sollten und bietet eine einfache Möglichkeit für effizientes Modellieren. Diese einheitliche und verständliche Basis erlaubt es Nutzern aus verschiedenen Abteilungen effektiv bei der Entscheidungsmodellierung zusammenzuarbeiten.

FAZIT:

Im Gegensatz zu am Markt üblichen Lösungen können mit dem neuen X4 Case Management Nutzer wie Business-Analysten oder Consultants Geschäftsprozesse inklusive Geschäftslogiken direkt in BPMN 2.0 modellieren – ohne Programmierung und ohne einen Techniker oder Software-Entwickler heranziehen zu müssen. Per Klick auf den grafisch dargestellten Prozess werden die Prozesselemente einfach geöffnet, bearbeitet und mit den gewünschten Prozessaufgaben befüllt. Ergebnis ist ein flexibles, effizientes und kostensparendes Workflow-Management, das im hart umkämpften Markt den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung bedeuten kann.


X4 Case Management: Modellieren statt Programmieren

Der Ettlinger Digitalisierungsspezialist SoftProject bringt im März 2019 die Version 6.0 der Automatisierungsplattform X4 Suite auf den Markt. Bis zum Release wird das Unternehmen jede Woche ausgewählte neue Features vorstellen. Den Start bildet das X4 Case Management. Damit können Business-Analysten, Prozessverantwortliche und Consultants Geschäftsprozesse designen, nach ihren Wünschen modellieren und ausführen – alles ohne Programmieren. Mit der intuitiv bedienbaren Software lässt sich in Echtzeit auf einer grafischen Oberfläche der fachliche Status bearbeiten und über ein Monitoring-Tool einsehen. Fachdaten können direkt auf der BPMN-Ebene modelliert und Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten in die Abläufe integriert werden.

In Unternehmen ist es nach wie vor üblich, dass Business-Analysten, Prozessverantwortliche oder Consultants ihre gezeichneten Prozessdiagramme an Software-Entwickler übergeben, damit diese sich um die technische Umsetzung oder Automatisierung kümmern. Da dieses manuelle Vorgehen fehleranfällig, und ineffizient ist, schafft SoftProject mit einer automatisierten Lösung Abhilfe. Auf einer grafischen Oberfläche lassen sich im X4 Case Management funktionsfähige Prozesse inklusive Geschäftslogiken modellieren – ohne einen Techniker oder Software-Entwickler heranziehen zu müssen. Die Basis dafür sind auswählbare Zeichenelementen und vorgefertigte, mit Funktionen hinterlegte Bausteine für Aufgaben und Aktivitäten, mit denen beliebige Prozesse, z. B. ein Bestell- oder Rechnungsvorgang, realisiert werden können.

Menschen ohne Aufwand in Prozesse integrieren

Neu im X4 Case Management ist auch der Aktivitätsbaustein „Human Task“. Mit ihm lassen sich Menschen oder Menschengruppen in Prozesse einbeziehen, Rollen vergeben, Regeln festlegen und Aufgaben zuweisen sowie Eingaben weiterverarbeiten. Nimmt beispielsweise ein Mitarbeiter die Aufgabe an, öffnet er auf seinem Desktop oder auf seinem Smartphone die Task Management App und kann dort auf der nutzerfreundlichen Oberfläche, die Aufgabe erledigen – beispielsweise mithilfe eines zur Verfügung gestellten Formulars. Die Web-Anwendung ist standardmäßig im X4 Case Management enthalten. Bearbeitungszeiten sind unerheblich – es sei denn, es wurde bewusst eine Deadline gesetzt – denn der Prozess wird erst dann weiter ausgeführt, wenn die jeweilige Aufgabe beendet wurde.

Fachdaten und Fachstatus in Echtzeit einsehen und bearbeiten

Der Verlauf und die Charakteristik eines jeden Prozesses wird durch die verwendeten, Fachdaten geprägt. Fachdaten sind beispielsweise Rechnungsnummern, Währungen oder Adressen. Diese lassen sich im X4 Case Management direkt im Prozess zuordnen und bearbeiten. Auch der Fachstatus eines laufenden Vorgangs kann jederzeit gesetzt, gesteuert und in Echtzeit überprüft werden. So kann z. B. eingesehen werden, ob eine eingegangene Rechnung vom verantwortlichen Mitarbeiter freigegeben oder abgelehnt wurde. Die Prozessmodellierung wird zudem durch ein neuen Regelbaustein, den BPM Rules, weiter vereinfacht. Dieser Baustein automatisiert auf Basis von Tabellen Entscheidungen und erfüllt den von der Object Management Group (OMG) definierten und festgelegten offiziellen Notationsstandard für Entscheidungsregeln im Geschäftsprozess-Management.


SoftProject lädt deutschlandweit zu Digitalisierungs-Brunches ein

SoftProject, der unabhängige Digitalisierungsspezialist aus der Technologieregion Karlsruhe, lädt zwischen dem 19. und 28. März 2019 in vier Städten zu kompakten Digitalisierungs-Brunches ein. Im Fokus stehen neben interaktivem Austausch und Fachvorträgen insbesondere die Themen Erfolgsfaktoren und Praxisbeispiele aus verschiedenen Projekten. Die Veranstaltungen richten sich branchenübergreifend sowohl an IT-Verantwortliche und Entscheider aus den Fachbereichen als an Interessenten, die ihr Unternehmen bereits digitalisieren oder dies beabsichtigen.

„Als Vorreiter auf dem Gebiet der Automatisierung mit rund 20 Jahren Markterfahrung zeigen wir den Teilnehmern, wie sie mit unserer Low-Code-Digitalisierungsplattform X4 Suite ihre Unternehmensabläufe ohne Programmieren digitalisieren, gleichzeitig Medienbrüche vermeiden und Fehlerquellen reduzieren“, so Joachim Beese, Geschäftsführer bei der SoftProject GmbH. Dazu legt die X4 Suite Priorität auf eine benutzerfreundliche Oberfläche, durch die auch Nicht-IT-Experten abteilungsübergreifend fachliche und technische Prozesse entwickeln, anpassen, modellieren und simulieren können. Dazu zählt beispielsweise die flexible und parametrierbare Gestaltung von Rechnungsprüfungen, die Erstellung individueller Web-Portale und die intelligente Vernetzung von Menschen, Systemen und Maschinen.

Anmeldung und kostenfreie Broschüre „10 Erfolgsfaktoren der Digitalisierung“

Die Veranstaltungen gehen jeweils von 9:30 Uhr bis 13:00 Uhr. Folgende Städte und Termine stehen zur Auswahl. Anmeldungen sind über die untenstehenden Short-Links hinter der jeweiligen Veranstaltung, per E-Mail an events@softproject.de oder telefonisch möglich (07243 / 601 9422). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

• Bonn: 19.03.2019 SoftProject-Brunch
• Berlin: 21.03.2019 SoftProject-Brunch (P)
• München: 26.03.2019 SoftProject-Brunch
• Ettlingen bei Karlsruhe: 28.03.2019 SoftProject-Brunch

Im Vorfeld der SoftProject-Brunches können Teilnehmer und Interessierte kostenfrei die Broschüre „10 Erfolgsfaktoren für Digitalisierungsprojekte, die Sie unbedingt beachten sollten“ anfordern: https://bpm.softproject.de/digitalisierung