4 Minuten

5 Ammenmärchen und 5 Wahrheiten über Digitalisierung

Teil 3

Ansprechpartner Steffen Bäuerle

Steffen Bäuerle, Communication Manager

Nach seinem Studium führte ihn sein Weg direkt in die Welt der PR, des Journalismus und der IT. Als zertifizierter Kommunikations­berater war er in Berlin für namhafte IT-Unternehmen im B2B-Umfeld und später als Projektleiter und Referent eines vom Bundes­ministerium für Wirtschaft geförderten Projekts für mehr IT-Sicherheit tätig. Vor seinem Wechsel zu SoftProject leitete der Diplom-Kulturwissenschaftler in Südamerika ein Deutsch-Kolumbianisches Institut. Seine 15-jährige Berufserfahrung zeichnen ihn als Experten für Digitalisierungs­herausforderungen und -lösungen aus.

Diesen Artikel teilen

„Digitalisierung ist teuer!“

Im ersten Moment vermeintlich hohe Kosten lassen manche Unternehmen von Digitalisierungsvorhaben zurückschrecken. Diese nicht getätigten Investitionen in die Zukunft werden diese jedoch früher oder später teuer zu stehen kommen. Denn bei Digitalisierungsprojekten sind nicht nur die Investitionen in Software ausschlaggebend, sondern eine ganzheitliche Kostenbetrachtung und -kalkulation über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Diese umfasst neben Changemanagement-, Betriebs- und Prozesskosten insbesondere auch die oftmals ignorierten Opportunitätskosten: Kosten, die durch nicht wahrgenommene Möglichkeiten entstehen. Dazu zählen versäumte Einsparungen durch nicht automatisierte Geschäftsprozesse, schwerfällige Produkteinführungen durch eine längere Time-to-Market, schleppende Entwicklung neuer Produkte und Services oder auch ungenutzte Einnahmen, die Verkäufe in einem Web Shop eingebracht hätten.

Digitalisierung reduziert Kosten

Die Kosten des Wartens und des Nichtstuns werden häufig unterschätzt, denn die Summe der Opportunitätskosten übersteigt die Einführungskosten einer Software schnell. Gleichzeitig sinken in digitalisierten Unternehmen die Komplexitätskosten um  durchschnittlich 20 Prozent. Mit Cloud-basierten Lösungen lassen sich Investitionen in eine eigene IT-Infrastruktur vermeiden und Kapazitäten je nach Bedarf anpassen. Cloud und Digitalisierung sind wesentliche Enabler für eine agile Unternehmenskultur. Sie harmonisieren Prozesse, Methoden und Werkzeuge, sorgen für eine bessere Kommunikation, und zudem können Produkteschneller getestet und mit neuen Design-Möglichkeiten auf dem Markt bereitgestellt werden. Das führt automatisch zu mehr Wachstum und neuen Erträgen.

Auch ein geplantes Digitalisierungsprojekt zu kalkulieren und gegen die manuellen Tätigkeiten aufzurechnen, die Mitarbeiter für das gleiche Geld händisch bewältigen könnten, lässt Digitalisierung teuer erscheinen. Das ist kurzfristig gedacht und an Unternehmen, die insbesondere Routineaufgaben* nicht digitalisieren, werden innovationsfreudigere Mitbewerber vorbeiziehen. Es folgt eine häufig vergebliche Aufholjagd, kostspielige Konsequenzen oder sogar die Insolvenz.

* Dazu zählen u.a. der Rechnungseingang und die -prüfung, die Bearbeitung von Kostenvoranschlägen, Tarifierungen, Kalkulationen und Gutachten, die Auftrags- und Vertragsverwaltung, Bestellformulare oder auch interne Prozesse wie Personal-, Termin- oder  Urlaubsverwaltung, Zeiterfassung oder das Bearbeiten von Gehaltsnachweisen oder je nach Branche Reparatur-, Schaden- oder Störungsmeldungen oder die Beantragung eines Hausanschlusses.

Anführungszeichen

Digitalisierung senkt fortlaufend die Opportunitätskosten, erhöht den Return on Investment (ROI) und schafft neue Einnahmequellen.

Ebenso falsch ist es, einen Prozess, der digitalisiert werden soll, aus dem Kontext zu reißen und aufzurechnen, dass das Vorhaben zu klein und ein Digitalisierungsvorhaben deshalb nicht wirtschaftlich sei. Eine Milchmädchenrechnung: Für eine erfolgreiche Digitalisierung muss ganzheitlich gedacht und eine Strategie verfolgt werden, die sich an den übergreifenden Unternehmenszielen orientiert und eben auch zukünftige Einsparungen und Gewinne sowie Opportunitätskosten betrachtet.

Aufwändig und teuer wird Digitalisierung besonders dann, wenn Unternehmen versuchen, diese mit unterschiedlichen
Lösungen zu meistern und zusätzliche Software dazukaufen, wenn eine neue Aufgabe anfällt. Schleichend entsteht ein wartungs- und kostenintensiver, fehleranfälliger Software-Flickenteppich mit isolierten Informationssilos und produktivitätshemmenden Medienbrüchen – eine wild gewachsene IT-Infrastruktur, die nicht nur Mitarbeiter frustriert, sondern jedes Wachstums- und Skalierungs- und insbesondere Innovationspotenzial zunichtemacht. Die Lösung ist eine ganzheitlich Digitalisierungsplattform, die mit möglichst vielen Schnittstellen und Formaten umgehen und diese steuern kann.

Die Wahrheit

Ist die Kostenhürde für die Implementierung der Software erst einmal genommen, senkt Digitalisierung fortlaufend die Opportunitätskosten, erhöht den Return on Investment (ROI) und schafft neue Einnahmequellen. Zudem erhöht sie die Produktivität und mindert Komplexitäts-, Erstellungs- und Wartungskosten – und mit dem Low-Code-Ansatz sogar die Entwicklungskosten. Eine ganzheitliche Digitalisierungsplattform, die alle Digitalisierungsvorhaben umsetzen kann, senkt Kosten und sorgt mit effizienten, medienbruchfreien Prozessen für Skalierbarkeit und neue Wachstumschancen.