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5 Ammenmärchen und 5 Wahrheiten über Digitalisierung

Ammenmärchen 1

Ansprechpartner Steffen Bäuerle

Steffen Bäuerle

Communication Manager

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Sie möchten mit der Digitalisierung in Ihrem Unternehmen loslegen beziehungsweise bereits laufende Aktivitäten intensivieren und  stellen fest, dass Kollegen, Mitarbeiter und auch Führungskräfte dem Vorhaben kritisch gegenüberstehen? Dann sollten Sie weiterlesen. Wir stellen Ihnen fünf typische Ammenmärchen vor, die immer wieder als Argumente gegen Digitalisierungsprojekte verwendet werden, aber nicht den Tatsachen entsprechen. Nutzen Sie die angeführten Wahrheiten als Handlungsempfehlungen, um Kritik zu entkräften und die digitale Transformation in Ihrem Unternehmen erfolgreich voranzutreiben.

„Digitalisierung vernichtet Arbeitsplätze!“

Versicherung, Industrie, Energie, Logistik, Dienstleistung, Handel oder Tourismus – die Digitalisierung (be-)trifft jede Branche und jedes Unternehmen. Manche früher, manche später – aber auf jeden Fall und mit großer Wucht. Kurz: Möchte ein Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, führt kein Weg an der Digitalisierung vorbei. Aber was heißt das für die Arbeitsplätze? Und was ist dran an der Aussage, dass Digitalisierung Millionen von Arbeitnehmern ihre Jobs kostet?

Fakt ist: Neue Technologien bieten die Chance für neue Geschäftsmodelle, neue Services und Produkte, stärken die Marktposition und machen Arbeitgeber zukunftsfähig. Unternehmen sichern damit die Jobs ihrer Mitarbeiter und schaffen darüber hinaus sogar weitere. Wie das funktioniert?

Kostet die Digitalisierung Arbeitsplätze?

Digitalisierung erhöht die Produktivität und Effektivität, indem sie Aktivitäten synchronisiert, Kommunikation optimiert und Abläufe beschleunigt. Zudem fördert sie als Innovationstreiber die Entwicklung, das Marketing und den Verkauf neuer Produkte, Dienstleistungen und Services. Gleichzeitig können diese aufgrund von automatisierten Prozessen kostengünstiger angeboten werden. Dies verhindert, dass Arbeit und Aufträge in Billiglohnstandorte abwandern. Durch neue Angebote und neue Möglichkeiten des Designs von Produkten und Dienstleistungen wird Nachfrage geschaffen, was zu steigendem Personalbedarf führt.

Das bestätigt auch die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e. V.  Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die voranschreitende Digitalisierung unter dem Strich in allen Branchen mehr Arbeitsplätze schafft, als sie vernichtet. Konkretere Zahlen nennt die Studie „The Future of Jobs“ des Weltwirtschaftsforums (WEF): Bis 2025 fallen durch die Digitalisierung zwar weltweit 75 Millionen Jobs weg, gleichzeitig werden aber 133 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Eine weitere Studie der Unternehmensberatung Bain & Company zur digitalen Transformation belegt, dass digitale Vorreiter in der Industriebranche rund 50 Prozent schneller als der Wettbewerb wachsen und bis zu 30 Prozent profitabler sind.

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Unternehmen müssen digitalisieren, um Arbeitsplätze und das Unternehmen selbst zu sichern.

Ein weiteres Thema, das betrachtet werden muss und sich zunehmend verschärft, ist der demografische Wandel. Digitalisierung hilft dabei, den daraus resultierenden IT-Fachkräftemangel zu stemmen: IT und digitale Prozesse berühren heute nahezu alle Unternehmensbereiche. Sämtliche erforderlichen Positionen mit hochqualifizierten Experten zu besetzen, ist kaum möglich, teuer und nicht profitabel. Die Software-Industrie hat dieses Problem erkannt und in den letzten Jahren kontinuierlich den Low-Code- bzw. No-Code-Ansatz weiterentwickelt. Damit können selbst Nicht-IT-Experten Software-Anwendungen erstellen oder Prozesse digitalisieren. So werden Engpässe an Software-Entwicklern kompensiert und gleichzeitig die Digitalisierung beschleunigt. Bereits heute qualifizieren Unternehmen ihre Mitarbeiter für digitale Aufgaben, indem sie diese in kürzester Zeit zu Experten ausbilden, die eine Low-Code-Digitalisierungsplattform bedienen und bei der digitalen Transformation mitwirken können. Ein kluger Schachzug, der sich auch für die Mitarbeiter lohnt: Mit der „digitalen Weiterbildung“ geht oft ein höheres, besser bezahltes berufliches Level einher – eine Win-win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Betrachten wir alle diese Argumente, bedeutet das im Umkehrschluss: Wer nicht digitalisiert, wird auf der Strecke bleiben und verhindert, dass neue Arbeitsplätze entstehen!

Die Wahrheit

Unternehmen müssen digitalisieren, um Arbeitsplätze und das Unternehmen selbst zu sichern. Dass Maschinen und Software Menschen ersetzen, ist zu kurz gedacht und klammert die Chancen der Digitalisierung aus. Als Innovationstreiber für neue Geschäftsmodelle oder neue Produkte und Services schafft sie mehr Arbeitsplätze. Darüber hinaus verringert Digitalisierung die Folgen des demografischen Wandels und des IT-Fachkräftemangels und sichert somit nicht nur die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens, sondern des gesamten Wirtschaftsstandorts Deutschland.